Aufzucht von Katzenkindern

Hier haben wir ein paar nützliche Informationen über die Aufzucht von Katzenkindern zusammengetragen. Zum Großteil stammen sie aus unserer eigenen Erfahrung.

Am 30. Mai 2000 war es so weit. Unsere Lucy schenkte vier kleinen Katzen das Leben. Drei Kater und eine Katze. Wir haben sie auf die Namen Florian, Freddy, Jerry und Emily getauft.

 

Die ersten Tage nach der Geburt

In dieser Zeit sind die Welpen völlig auf Ihre Mutter angewiesen. Sie leckt sie nach der Geburt sauber und regt so auch gleich die Lebensfunktionen des Babys an, beißt die Nabelschnur ab, spendet ihnen Wärme und sorgt nicht zuletzt für Milch. Dies alles muss die junge Katzenmutter nicht lernen, sondern weiß instinktiv was zu tun ist.

Da die Kleinen blind und taub geboren werden, ist der Tast- und Geruchssinn alles was sie haben, um die Welt in Ihren ersten Tagen zu erkunden.

Lucys Kleine kamen genau am 64 Tag der Trächtigkeit mit einem Geburtsgewicht von 90 bis 120 gramm zur Welt. Somit entsprachen sie genau dem Durchschnitt. Noch nicht einmal 10 cm sind sie ohne Schwanz groß gewesen. Dafür konnten sie schon sehr kräftig nach ihrer Mami schreien.

Um den 10. bis 14. Tag beginnen die Augen sich zu öffnen. Allerdings sehen die Kleinen trotzdem noch nicht richtig. In den ersten Wochen sind die Augen auch noch Babyblau gefärbt. Nun lassen sie sich auch kaum noch im Körbchen halten. Mit allen Mitteln versuchen sie den Rand des Körbchens zu erklimmen.

Die Kleinkinderphase

In der dritten Woche ist es dann geschafft. Auf einer kleinen Spielwiese (Teppichboden) werden die ersten Gehversuche gestartet. Aber schon ein paar Tage später laufen sie vergnügt herum, manchmal noch etwas holperig aber auch das wird noch besser. Wir haben ihnen auch jede menge Spielzeug hingelegt wie Bälle, Rollen, Kissen und natürlich Silberkugeln.

Leider kommt es häufig vor, daß sich die Katzenbabys mit ihren Krallen selbst an den Augen verletzen. Auch unseren Kleinen ist das passiert. Mit lauwarmem Wasser und Augentropfen vom Tierarzt ist aber auch dieses Problem in den Griff zu bekommen. Katzenmutter Lucy lässt sich auch alles gefallen. Wenn sie mal ihre Ruhe haben will, lässt sie ihre Menschen als Babysitter da.

Leider hat sie ihre Menschen die Arbeit etwas zu sehr überlassen. Unsere Lucy hat nie den Nackengriff gelernt. Das hieß für uns Menschen, wir mussten den Kleinen die Sauberkeit usw. selber beibringen, aber mit etwas Geduld klappt auch das. Mit 4 Wochen beginnen wir etwas zuzufüttern. Um sie auf den Geschmack von Fleisch zu bringen, legen wir ihnen kleine Kügelchen Leberwurst ins Maul. Erst ein paar Tage später gibt es auch noch Milch.

Zwischen der 3. und 5. Woche werden Katzenkinder zum ersten mal beim Tierarzt entwurmt. Vier kleine Krabbelkätzchen in einer Transportbox, da ist was los. Dann dauert es auch nicht mehr lange, bis die ganze Wohnung unsicher gemacht wird. Der deckenhohe Kratzbaum ist bald unter voller Belagerung. Mit 7 Wochen wiegen die Katzenkinder um ein Kilo. Mit 8 Wochen geht es wieder zum Tierarzt, die erste Impfung. Das mag kein Kätzchen, ist aber nötig.

Zeit der Familientrennung

Die Familie wird langsam kleiner. Emily zieht zu ihren neuen Menschen. Wir wünschen ihr eine schöne Zukunft, halten aber weiterhin Kontakt. Nun sind die drei Brüder alleine. Unsere älteste Katze Trienchen beweist sich derweilen als treusogrende Pflegeoma und hat auch die volle Erlaubnis von Katzenmutter Lucy. Der Garten kann endlich auch erobert werden und alles klappt hervorragend. Aber auch Freddy muß uns schon bald verlassen. Wir halten auch hier weiter Kontakt. Lucy sucht ein paar Tage noch nach Ihren Kindern, aber denkt schon bald nicht mehr daran.
Normalerweise müssten die Katzenkinder auch schon abgestillt sein, aber Lucy lässt sich das Saugen noch immer gefallen.

Nun ist auch Freddy zu seinen neuen Dosenöfnern umgezogen, doch für Jerry haben wir kein neues Zuhause gefunden und können uns auch nicht mehr von ihm trennen. Dann bleibt es eben bei uns. Lucy hat es auch endlich geschafft abzustillen, und möchte nun auch nichts mehr von ihren beiden Söhnen wissen. Der Mutterinstinkt ist weg und nun werden sie nur noch geduldet.
Jerry und Florian lernen immer wieder etaws neues kennen, den Garten, Schnee …
Und auch den andern beiden geht es in ihren neuen Familien gut. Freddy hat gelernt an der Leine zu laufen und beigleitet so seine Menschen mit großer Freude auf allen Wegen und in den Urlaub.

Kurz vor dem 1. Geburtstag der Kleinen verschwand leider ihre Mutter Lucy und ist auch nicht wieder aufgetaucht. Wir alle vermissen sie sehr.

 

Written by admin in: Infos am: 03. Sep. 2000
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