Trächtigkeit

 

Wichtig, bitte unbedingt zuerst lesen!

Diese Seite soll keinesfalls zum Nachahmen animieren, denn solange in den Tierheimen auf der Welt so viele Katzen bereits nach einem schönen Zuhause suchen oder im Ausland sogar in sogenannten Tötungsstationen landen und getötet werden, da sie keine Besitzer finden, besteht kein Grund dafür für weiteren Nachwuchs zu sorgen. Daher falls sie gerade überlegen / planen ihre Katze – egal ob Rassekatze oder Hauskatze – Nachwuchs bekommen zu lassen, bedenken sie bitte die Folgen nicht nur die gesundheitlichen für ihr Tier, sondern auch das Leid was anderen hilflosen Katzen dadurch entsteht.

Wir empfehlen sehr zuerst die folgenden Texte zu lesen und sich dann den Schritt noch einmal gut zu überlegen.
Katzen-Forum.org: Die häufigsten Argumente für eigene Kitten – widerlegt
www.katzen-lexikon.de/Kastration – Abschnitt „Vorteile und Tierschutz“

Die Informationen hier sollen lediglich als Hilfe dienen, falls es schon zu spät ist (und Mensch z.B. so wie wir von unserer Lucy seinerzeit ausgetrickst wurde) und man nun versuchen sollte das beste aus der Situation eine tragende Katze bei sich zu haben zu machen.

 


 

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Da unsere Lucy vor einiger Zeit Junge bekommen hat, wollen wir hier unsere gesammelten Informationen und Erfahrungen weitergeben. Allerdings verläuft jede Trächtigkeit einer Katze anders, weshalb nicht jede Erfahrung, die wir mit unserer Lucy gemacht haben auch auf andere Katzen zutreffen muss.
Wir hoffen hier ein par Fragen beantworten zu können, mit denen sich Menschen von einer trächtigen Katze beschäftigen.

 

Wie erkennt man, dass seine Katze trächtig ist?

In den ersten Wochen meist überhaupt nicht. Sogar die Rolligkeit verläuft auch nach dem Decken noch ein paar Tage normal weiter. Ein erstes Zeichen ist allerdings nach ca. 2-3 Wochen, dass sie nicht erneut rollig wird.

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Etwas später kann man fühlen und sehen, wie die Zitzen anschwellen und sich rosa verfärben. (Um sich dass besser vorstellen zu können, fidest Du nebenstehend ein Foto) Bei unserer Lucy sind die Zitzen schon in der 4. und 5. Woche so stakt angeschwollen, dass man dies leicht bemerken konnte. Als weitere Anzeichen folgen zuletzt natürlich auch noch eine Rundung des Bauches und ein übergroßer Appetit. Trifft dies alles zu, bleiben eigentlich keine Zweifel mehr.

 

Was sollte man im Umgang mit einer trächtigen Katze beachten?

Natürlich braucht eine trächtige Katze besondere Pflege. Besondere Nahrung oder Nahrungsergänzungen, wie z.B.: spezielle Katzenmilch für tragende Katzen (im Fachgeschäft erhältilich) sind sehr zu empfehlen. Sie sollte auch genügend Bewegung bekommen und wenn möglich auch viel an der frischen Luft sein. Animieren Sie die Katze ruhig ab und zu zum spielen. Sie sollten sie aber natürlich nicht zwingen.
Ansonsten geben Sie ihr viel Zuneigung und lassen Sie sie spüren, dass Sie ihr die nötige Unterstützung bieten. Unsere Lucy war dafür jedenfalls sehr dankbar, wenn man einfach mal sich zu ihr gesetzt hat und die Hand auf ihren Bauch legte. Ist übrigens auch ein wunderbares Gefühl später die Bewegungen der Babys zu spüren.

 

Wann ist es so weit?

Normalerweise dauert die Tragzeit bei Katzen zwischen 63 und 65 Tage. Kleine Abweichungen sind möglich. Sollten es allerdings mehr als 70 Tage werden, sollten sie sich doch mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen.
Wenn die Geburt näher rückt wird Ihre Katze anfangen unruhig zu werden und einen geeigneten Wurfplatz zu finden. Stellen sie eine oder besser mehrere Wurfkisten an ruhige, zuggeschützte und möglichst nicht zu hellen Plätzen bereit. Die Katze sollte dort allerdings nicht vom Familienleben völlig abgeschirmt sein, da sie auch davon noch etwas mitbekommen möchte. Es ist allerdings nicht gesagt, dass sie sich einen der bereitgestellten Plätze aussuchen wird, und im letzten Moment nicht doch lieber das Ehebett oder den Schrank wählt. Lucy lag schon Tagelang an einem anscheinend ausgesuchten Platz und lief noch in letzter Sekunde weg, sprang auf die Türklinke der Schlafzimmertür und verschwand blitzschnell unterm Schrank. Ich konnte sie allerdings doch noch vorsichtig zur vorbereiteten Wurfkiste bringen.

 

Wie sollte eine Wurfkiste aussehen?

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Am besten eignet sich ein großer Pappkarton. Er sollte so groß sein, dass sich die Katze während der Wehen ausstrecken kann. Schneiden sie eine Seite des Kartons raus und stellen sie den Karton so hin, dass er nach vorne hin offen ist und oben eine Wand ein Dach bildet. Legen Sie diese Kiste gut mit einer Decke oder Kissen aus, aber nicht zu weich, damit die Katze den nötigen Halt findet. Verwenden Sie dafür weiche hygienische Tücher, allerdings kein Frottee.

 

Die Geburt, was nun?

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Eigentlich brauchen Katzen keine besondere Hilfe bei der Entbindung der Jungen. Ob sie ihre Menschen dabei haben will ist auch unterschiedlich. Lucy hatte nichts dagegen und war anscheinend auch sehr dankbar dafür. Jedes Junge kommt einzeln zur Welt, dann folgt die Nachgeburt, die die Katze vollständig auffrisst und die Nabelschnur dabei durchtrennt. Mit gewissen Abständen folgen die weiteren Babys. Dieser Zeitabstand kann sehr unterschiedlich sein, von wenigen Minuten bis zu mehren Stunden ist alles möglich.
Die einzige Komplikation bei unserer Lucy war, als der kleine Florian zur Welt kam und die Nachgeburt lange auf sich warten lies. Als es schon über eine halbe Stunde dauerte in der Florian noch an der Nabelschnur hing, riefen wir unseren Tierarzt an, der uns zu einer Abnabelung per Hand riet. Für den Fall, dass es irgendwelche Komplikationen gibt, legen sie sich am besten die Telefonnummer Ihres Tierarztes bereit.
Nach der Geburt hat sich Ihre Katze eine Belohnung verdient. Stellen sie Ihr eine Schale mit Milch verquirlt mit einem Ei hin. Auch die nächsten Tage sollte das Futter nah an der Wurfkiste stehen, denn sie wird Ihre Jungen nur kurz verlassen. Wechseln Sie nun am besten die schmutzigen Decken aus und eventuell auch die Wurfkiste gegen ein gemütliches Schlafkörbchen mit geeignet hoher Kante aus dem die kleinen nicht rausrobben können.

 

 

 

Written by admin in: Infos am: 26. Jun. 2000
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